18.02.2022

Warum wir die Riester-Rente  NICHT uneingeschränkt empfehlen [können].

2021 haben sich führende Anbieter der Riester-Rente vom Markt zurückgezogen. Als Gründe werden zum Beispiel die hohe Komplexität des Produktes, das anhaltende Niedrigzinsumfeld, der immense Verwaltungsaufwand und die damit verbundenen Kosten genannt. Der nun zusätzlich fehlende Wettbewerb senkt die Attraktivität des Vorsorgeproduktes für unsere Kundschaft weiter.

Würden wir heute überhaupt noch uneingeschränkt zum Abschluss einer Riester-Rente raten?

Nein. Unsere Experten beraten und vermitteln die Riester-Rente nur noch auf ausdrücklichen Wunsch der Kundinnen und Kunden. Die letzten Monate waren geprägt von durch uns begleiteten Wechseln unserer Versicherten zu alternativen Anbietern, um die Verwerfungen des Marktes und Zinsumfeldes zumindest teilweise auszugleichen.

Welche Alternativen empfehlen wir unserer Kundschaft stattdessen?

Riester-Interessierte möchten sich in der Regel langfristig Steuervorteile und/oder Zulagen durch den Gesetzgeber sichern. Alternativen sind beispielsweise eine Basisrente, betriebliche Altersversorgung oder eine Privatrente. Ausschlaggebend bleibt aber der tatsächliche Bedarf der Kundschaft: Sind Steuervorteile erst im Alter avisiert oder sofort? Wird Flexibilität benötigt oder steht die Sicherheit im Fokus? Wir motivieren im Beratungsgespräch Aktienbasiert zu investieren und so auch mittel- oder langfristig vor Niedrigzinseffekten geschützt zu sein. Für den Aufbau einer geeigneten Altersversorgung bleiben aber die individuellen Wünsche der Kundschaft und die Ermittlung des jeweiligen Bedarfes ausschlaggebend.

Ist das Vertragsvermögen der Riester-Kunden sicher?

Versicherte müssen sich keine Sorgen machen. Die vertraglich zugesagten Garantien und Beiträge werden von den Versicherern eingehalten. Selbst wenn Versicherer das Riester-Neugeschäft einstellen oder verkaufen/auslagern (Anmerk.: Ein so genannter Run-Off), besteht für die Sparenden keinerlei Risiko. Dazu positionierte sich auch der Dachverband der privaten Versicherer, GDV in den letzten Monaten und Jahren in aller Deutlichkeit.

Kommt die Riester-Rente als Vorsorgebaustein überhaupt noch in Frage?

Zuallererst muss der Gesetzgeber nachjustieren. Dabei geht es im Kern um Flexibilität, Transparenz und Kostenstruktur des Produktes. Beispielsweise können Versicherer im Umfeld der Riester-Rente heute nicht uneingeschränkt in ETF´s investieren, zum Beispiel um Zinsschwankungen und Niedrigzinsumfeld auszugleichen, da sie vorgeschriebene Garantien einhalten müssen. Auch braucht es die Anbietervielfalt, um den für unsere Kundschaft so wichtigen Wettbewerb aufblühen zu lassen.

Fazit

Prüfen Sie Ihre Spar- bzw. Anlageziele. Vereinbaren Sie eine Beratung durch einen unserer Experten: https://www.hoesch-partner.de/riesterrente/

Ihr Samy Soyah