20.07.2020

Ruhestandsplanung als persönliches Projektmanagement – Teil 2

Ich freue mich, dass Sie meiner Einladung folgen. Dies könnte der Startschuss für Ihr persönliches Projekt „Ruhestandsplanung“ sein.

Startschuss für Ihr Projekt

Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Fragen aus meinem ersten Blog Beitrag? Diese werden in der ersten Phase der Ruhestandsplanung erarbeitet, definiert und festgehalten. Grundsätzlich sollten Sie sich zu Beginn die Frage nach einem organisierten Eintritt in die arbeitsfreie Lebensphase gestellt – oder zumindest einmal darüber nachgedacht haben.

In den ersten zwei Drittel Ihres Lebens sind Sie damit beschäftigt ein möglichst großes Vermögen aufzubauen. Nun stellt sich die Frage, wie sie das verbleibende wertvolle Lebensdrittel möglichst sorgenfrei gestalten können. Ich weiß nicht wie es IHNEN beim Lesen dieser Sätze geht. Ich stelle diese Frage jedem meiner Mandanten. Sehr häufig sehe ich ein Runzeln auf der Stirn und eher hilflose Blicke.

Schritt für Schritt zum Ziel bzw.: Was ist eigentlich sorgenfrei

Die ersten Fragen die Sie sich stellen sind also: „Was bedeutet für mich persönlich eigentlich sorgenfrei? Welche monatliche Liquidität glaube ich dafür zu benötigen?“

Nehmen Sie sich jetzt 30 Sekunden Zeit und beantworten Sie die Frage doch einfach mal für sich selbst!

Erfahrungsgemäß gibt es zwei Antworten auf diese Fragen:

a)       Der Pessimist wird sagen: „Es kann gar nicht ausreichen! Die Inflation, die niedrigen Zinsen, die steigenden Mieten. Die Kosten werden immer stärker steigen als mein Versorgungskapital“

b)      Der Optimist wird sagen: „Alles Prima – ich habe eine gute Versorgung (sowohl privat als auch betrieblich). Außerdem werden die Kosten im Alter geringer sein, da alle Ausgaben rund um den bisherigen Job wegfallen, die Kinder ausgezogen sind und Ansparvorgänge nicht mehr bedient werden müssen.“

Die neuen „Golden Ager“

Hier finden wir bereits die erste Annahme in Bezug auf die Ruhestandsliquidität, die wir genauer betrachten müssen. Denn die Annahme, dass der Liquiditätsbedarf mit Eintritt in den Ruhestand geringer werden wird, ist in den meisten Fällen eine Fehleinschätzung. Studien belegen, dass der heute 65- Jährige gefühlt 10 Jahre jünger ist – somit den Tatendrang eines eigentlich 55-Jährigen besitzt. Waren die Geburtsjahrgänge um die Jahrhundertwende noch mit einem ruhigen Lebensabend im Liegestuhl zufrieden, möchte der „Golden Ager“ von heute noch etwas von der Welt sehen und seine Hobbies ausleben. War doch für die schönen Dinge des Lebens während der Berufstätigkeit keine Zeit. Plötzlich ist diese vorhanden – jede Menge Freizeit, die nun gefüllt werden muss. Und Freizeit kann ganz schön teuer sein!

Der richtige Berater ist entscheidend

Aber werden wir nun wieder sachlich! Jeder Mensch hat individuelle Ziele und Wünsche. Es ist wichtig sich die Zeit zu nehmen, um sich selbst über diese persönlichen Bedürfnisse klar zu werden. In diesem Moment ist es durchaus hilfreich, einen erfahrenen und versierten Berater an seiner Seite zu haben. Sein Ziel ist es Ihnen die richtigen Fragen zu stellen und dabei zu helfen, Ihre individuellen Ziele und Wünsche zu definieren.

Das Fundament Ihres Projektes

Bleiben wir bei dem Bild des persönlichen Projektmanagements: In diesem ersten Schritt ist es wichtig sogenannte „Milestones“ festzulegen. Sie sind notwendig, damit im weiteren Verlauf der Planung auch die richtigen Schritte definiert werden können. Daher sollten Sie sich für diesen ersten Schritt ausreichend Zeit nehmen. Wenn in dieser Phase des Projektes „Ruhestandsplanung“ unsauber oder gar oberflächlich nachgedacht und beraten wird, kommen sie am Ende nicht an ihrem eigentlichen Ziel an. So entsteht im diesem ersten Schritt das SOLL-Profil der Ruhestandsplanung und eine Vision für ihren Ruhestand wird geboren.

Der richtige Zeitpunkt ist jetzt

Aus diesen ersten Überlegungen ist erkennbar, dass Sie nie früh genug mit dieser Planung beginnen können. Je früher Sie starten, umso mehr Korrekturoptionen haben Sie auf ihrem Planungsweg. Je später sie beginnen, umso mehr müssen Sie sich dann den vorgefundenen Gegebenheiten beugen und sich eben mit Weniger oder Alternativen zufriedengeben.

Fortsetzung folgt

Jetzt sind wir einen Schritt weiter, denn die Wunschvorstellung des Ruhestands ist nun geschaffen. Im nächsten Blogbeitrag möchte ich mit Ihnen gemeinsam Ihre persönliche Vermögensschatulle öffnen und einen Blick hineinwerfen. Dann geht es darum festzustellen wie weit Wunsch und Wahrheit voneinander entfernt sind.

Verfolgen Sie meinen Blog in jedem Fall weiter – oder, wie beim letzten Mal schon angekündigt: Wenn Sie bereits jetzt die Notwendigkeit erkennen, Ihr „Ruhestands-Projekt“ zu starten, melden Sie sich gerne bei mir. Gemeinsam können wir die weitere Vorgehensweise – für Sie persönlich – festlegen.

Ihr Rainer Weber

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.