28.05.2020

Selbst ist die Frau

Eine schöne eigene Wohnung, eine eigene Firma leiten, verschiedene Länder bereisen und deren Kulturen selbst erleben, eine erfolgreiche Athletin sein, eine Familie gründen, vielleicht die Welt ein Stückchen besser machen – Wir alle haben unsere Träume und Ziele.

Aus meiner Sicht brauchen wir sie auch, damit wir morgens motiviert aufstehen. Sich selbst Wünsche zu erfüllen und sich selbst zu verwirklichen, bedeutet laut Abraham Maslow, einem der Pioniere der humanistischen Psychologie, eines der höchsten Level der Bedürfnisbefriedigung zu erreichen. Um dieses zu erlangen, braucht es allerdings gewisse Voraussetzungen wie beispielsweise Sicherheit – nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht. Doch das Leben steckt oft voller Überraschungen – gut, wenn man gleichwohl einen Plan hat, der dann diese Sicherheit und Unabhängigkeit bietet. Allerdings überlassen viele Frauen ihre Finanzplanung eher dem Zufall oder vermuten „Finanzen sind Männersache“. Dass es sich hierbei nicht um ein Klischee handelt, zeigt laut Focus Money Online eine Umfrage von UBS Global Health Management bei 3.700 vermögenden Frauen aus neun Ländern. In Deutschland gaben 60 Prozent der Frauen an, dass Sie finanzielle Entscheidungen ihrem Partner überlassen.

Gleichzeitig hat sich in den letzten Jahren eine Gegenbewegung zu den traditionellen Rollenbildern formiert: Diese will Frauen ihre eigene Finanzplanung näherbringen. Besonders junge Frauen sollen angesprochen werden, damit sie ihre finanzielle Lebensplanung so früh wie möglich selbst kontrollieren und mehr aus ihrem eigenen Geld machen.

 

Warum Finanzplanung für Frauen besonders wichtig ist

Frauen erleben nach wie vor in vielen Bereichen des Lebens noch finanzielle Benachteiligungen – beginnend bei den Gehältern bis hin zur Wohlstandssicherung. Diese Ungleichheit fängt oft schon bei einem geringeren Einstiegsgehalt, der Zurückhaltung bei Gehaltsverhandlungen sowie bei der Geldanlage an. Dabei ist Ersteres allerdings auch auf die Berufswahl zurückzuführen. Es geht weiter mit der Zurückstellung der eigenen Karriere aufgrund der Familienplanung. Eine längere Auszeit von der Berufswelt kann einen erschwerten Wiedereinstieg ins Berufsleben bedeuten. Außerdem nehmen Frauen zusätzlich zur Erziehungsarbeit innerhalb der eigenen Familie oft keine bezahlte Vollzeitstelle mehr an. Das alles resultiert in wenig Spielraum bei der Rentenplanung. Frauen schließen im Schnitt weniger Versicherungen als Männer ab und könnten also auch im Bereich der Risikovorsorge als zentralem Bestandteil der privaten Finanzplanung besser beraten sein. In der Folge sind sie häufiger von Altersarmut betroffen. Guter Rat muss nicht teuer sein: Eine dezidierte Finanzplanung kann Abhilfe schaffen.

 

Das Alter als rotes Tuch

Über das Älterwerden wollen wir nicht nachdenken – wie sollen wir sonst das Hier und Jetzt genießen? Rentenplanung scheint besonders für junge Menschen ein rotes Tuch zu sein und auch hier zeichnet sich ein Unterschied zwischen den Geschlechtern ab: Im Gegensatz zu Männern, die oft schon mit 20 anfangen zu sparen, beginnen Frauen erst mit Mitte oder sogar mit Ende 30 ihr Geld zur Seite zu legen.

Im Unterschied zu Männern, die auch sonst ihre Finanzen im Blick behalten, planen Frauen vielfach erst auf Basis bestimmter Ereignisse. Inhaltlich unterscheiden sich Finanztipps für die beiden Geschlechter nicht. Doch für viele Frauen sind die Gedanken an den Abschluss einer Versicherung mit Schlüsselphasen im Leben verbunden. Bei einer sehr traditionellen Rollenverteilung sind dies meist der Berufseinstieg, Eheschließung, Mutterschaft, eine schwere Krankheit oder die Scheidung. In einigen dieser Phasen ist es tatsächlich fast zu spät, um mit der Absicherung zu beginnen und finanzielle Abhängigkeiten manifestieren sich. Teilzeitjobs oder Elternzeit haben zur Folge, dass die meisten Frauen im Alter über deutlich weniger Einkünfte verfügen. Ein frühzeitig erstellter Finanzplan hilft auch im Bereich der Versicherungen rechtzeitig die richtigen Entscheidungen zu treffen und frei zu bleiben.

Rentenplanung kann sogar sexy sein. Denn sich diesem Thema zu widmen bedeutet aus meiner Sicht Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Es bedeutet selbstbestimmt handeln zu können und sich seiner Selbst bewusst zu sein. Gibt es etwas, das attraktiver macht als ein gesundes Selbstbewusstsein?!

 

Den Schritt wagen und sich absichern

Laut statistischem Bundesamt erlebt eine heute 22-Jährige Frau in Deutschland im Schnitt ihren 83. Geburtstag. Einige werden deutlich älter und auch die 100 zu erreichen wird wohl nicht mehr allzu selten sein. Das klingt im ersten Fall nach einem Planungshorizont von 61 Jahren und ist nicht einmal annähernd greifbar[1]. Zwar verleitet eine solche Zeitspanne dazu, die Thematik aufzuschieben, doch genau das ist der Trugschluss.

Je früher Frau anfängt, desto besser!

Mittlerweile gibt es viele Angebote, die die Planung der eigenen Finanzen zum Erlebnis machen und speziell auf Frauen zugeschnitten sind. Blogs wie Fortunalista oder Madame Moneypenny bringen Frauen die eigene Finanzplanung intuitiv und ansprechend näher. Der crossmediale Umgang mit dem Thema, sei es als Podcast oder auf Instagram, ist ein lohnenswerter Einstieg, um die eigenen Finanzen in den Blick zu bekommen und in die Planung einzusteigen sowie ein Fundament für eine persönliche, maßgeschneiderte Beratung zu schaffen. Wir bei Hoesch & Partner stehen Ihnen bei Fragen zu Ihrer Absicherung gerne zur Seite und heben mit Ihnen gemeinsam Ihre Finanzplanung auf ein neues Level!

Es braucht nur einen ersten Schritt. Denn selbst ein kleiner Stein, der ins Wasser geworfen wird, kann große Kreise ziehen. In diesem Sinne: Take control!

Ihre Elisa Burg

 

[1] Genau genommen sind es etwas mehr als 40 Jahre, da man nach heutigem Stand mit Mitte / Ende 60 in den Ruhestand gehen kann

 

 

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