11.05.2020

Vom Athleten zum Manager – Förderung im Spitzensport

Lange Zeit wurden die Boris Beckers oder Mario Baslers schon früh vor eine harte Wahl gestellt: Alles auf eine Karte setzen und die Karriere im Spitzensport forcieren oder doch auf Nummer sicher gehen und neben einer soliden Schul- und Berufsausbildung den Sport im besten Fall semiprofessionell betreiben? Schwierige Entscheidung, denn da spielen Fragen eine Rolle wie: was, wenn die Karriere zu Ende ist? Als C-Promi in den Dschungel oder ins Big Brother Haus ziehen oder vielleicht doch als TV-Experte alles besser wissen als alle anderen? Glücklicherweise hat sich in der Förderung im Spitzensport einiges getan.

 

Förderung von Spitzensport ist nationale Aufgabe

 

Die Förderung von Talenten auf ihrem Weg zum Spitzensport ist das Ziel der „Stiftung Deutsche Sporthilfe“. Der Zugang: Spitzensportler ideell und materiell zu fördern – vor, während und sogar bis nach ihrer Karriere. Oliver Rau, Mitglied im Vorstand der Stiftung, macht deutlich: „Wir glauben, dass die Unterstützung von Spitzensportlern eine sehr wichtige gesellschaftliche und nationale Aufgabe ist, an der sich alle beteiligen müssen – insbesondere auch die Wirtschaft.“ Diese profitiert ebenfalls von den ehemaligen Leistungssportlern, denn was man im Spitzensport lernt, hilft auch im Beruf. Laut Oliver Rau „[…] sind [das] insbesondere Kernwerte wie Teamfähigkeit, Fokus, Disziplin und Leistungsbereitschaft“.

Im Fußball funktioniert die Förderung von Nachwuchstalenten wunderbar – doch viele Sportler können von der finanziellen Absicherung deutscher Profifußballer nur träumen. Viele Sportarten führen eher ein Nischendasein und werden von der Deutschen liebstes Kind überschattet. Oliver Rau sucht hier die Schuld jedoch nicht beim Fußball, „vielmehr muss der Olympische Sport schauen, wie er seine eigenen Stärken herausstellt“. Doch hierfür sind Veränderungen notwendig – auch um den gesellschaftlichen Neuerungen Rechnung zu tragen.

 

Social Media und Duale Karrieren sind zielführend

 

„Mit der Zeit gehen“ – das große Buzzword für viele Unternehmen. Auch Oliver Rau sieht im technischen Fortschritt eine große Chance für die Sportförderung: „Durch die Digitalisierung und die Möglichkeiten von Social Media können sich Sportarten, die nicht so sehr im medialen Fokus stehen, heute besser verkaufen“. Auch hier sieht er bei der Vermarktung der Olympischen Spiele noch Luft nach oben. Zusätzlich ist der Hype um Fitness und gesunde Ernährung in den letzten Jahren so groß geworden, dass man mit Spitzensport eine breitere Masse ansprechen kann.

Nicht nur das Mindset bezüglich Ernährung und Fitness hat sich geändert, auch die Ausbildungsqualität unterlag die letzten Jahre einem Wandel. Während die monetäre Unterstützung weiterhin für Nachwuchstalente und Spitzensportler von großer Bedeutung ist, muss der Blick auch auf die berufliche Zukunft gerichtet sein. Das Zauberwort: Duale Karriere. „Es gibt diverse Angebote, die den Sportlern den Einstieg in den Beruf erleichtern: Praktika, Mentorenprogramme und auch ein Entrepreneurship-Coaching für den Start in die Selbstständigkeit. Insofern hat sich die Sporthilfe sehr gewandelt und bietet den Athleten heute ein weitaus breiteres Portfolio als früher“.

 

Spitzensport formt die Zukunft

 

Der Sportetat für 2020 soll um zehn Millionen Euro steigen – die deutschen Sportpolitiker sehen besonderen Verbesserungsbedarf in der Absicherung von Leistungssportlern. Eine richtige Förderung vor und während der Profi-Karriere sorgt auch für Sicherheit, wenn diese vorbei ist. Denn Athleten zahlen nichts oder kaum etwas ein während ihrer sportlichen Laufbahn und haben somit später Nachteile bei der Rente. Auch wir sehen uns in der Verantwortung, dass kein Sportler in den Dschungel oder ins Big Brother Haus ziehen muss – sprechen Sie uns für sportliche Beratung gerne an!

Ihr Versicherungsmakler

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.