27.04.2020

Ruhestandsplanung als persönliches Projektmanagement

Wann darf ich aus dem Arbeitsleben ausscheiden und frei über meine Zeit entscheiden?

Es wird so viel über das Thema „Ruhestand“ geschrieben und täglich werden neue Weisheiten medial gestreut. Aber WARUM sollte ich meinen Ruhestand schon heute planen, wenn er noch in so weiter Ferne liegt? Es gibt so viel Schöneres und Naheliegenderes, als sich mit finanztechnischen Sachverhalten zu beschäftigen. Ein Sprichwort besagt: „Morgen, morgen nur nicht heute, sagen alle faulen Leute“.

Der Ruhestand kommt schneller als Sie denken

Auch ich habe meine Ruhestandsplanung viele Jahre immer wieder verschoben – und das als Banker und Finanzplaner. Bekanntlich haben die Schuster ja die schlechtesten Schuhe. Doch als mein 50. Geburtstag immer näher rückte, wurde mir klar, dass für mich die Rente plötzlich schneller gedanklich greifbar ist. Gleichzeitig stellte ich mir die Frage, ob alle Vorsorgeentscheidungen, die ich in der Vergangenheit getroffen hatte, wirklich zielführend waren. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, umso mehr Fragen kamen auf. Eigentlich hatte ich auf Antworten gehofft, doch das Gegenteil war der Fall.

Fragen über Fragen

Da stand nicht nur auf dem Prüfstein, ob meine Vorsorgeentscheidungen richtig waren, sondern es ergaben sich weitere Fragen:
1. Wann möchte ich überhaupt entscheiden, aus dem Arbeitsprozess auszuscheiden?
2. Welche Liquidität werde ich dann pro Monat brauchen?
Schnell folgten weitere Fragen:
3. Wie viel Geld benötige ich dann überhaupt?
4. Reicht mein aktueller Nettoverdienst aus, oder brauche ich mehr oder vielleicht doch weniger monatliche Liquidität?

Für mich war spätestens jetzt klar, dass meine Kernfrage nach der Sicherheit meiner Vorsorgeentscheidungen nur systematisch zu lösen ist. Voraussetzung hierfür: für mich ein klares Ruhestandsziel zu definieren, um anschließend zu prüfen, ob die wichtigsten Bausteine in meinem Vorsorgeportfolio bereits enthalten sind. Im Zuge dieser Überlegungen über meine ganz persönliche Ruhestandsplanung wurde mir bewusst, dass es sich um ein komplexes „Projekt“ handelt.

So werden Sie zu Ihrem ganz persönlichen Projektmanager

Ich kam zu dem Schluss: So wie ich im Job Projekte manage, muss ich auch meine eigene Ruhestandsplanung planen!
Die Ruhestandsplanung ist nichts anderes als ein SOLL/IST Vergleich – aber sowohl das SOLL wie auch das IST sind nicht ganz so einfach zu definieren, wie es zunächst ausschaut. Zu den oben genannten Themen, kommen schnell weitere Fragen hinzu, wie

1) Was bedeuten die Aussagen/Werte der Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung und der betrieblichen Altersversorgungen für meine Ruhestandsplanung? Gilt die Zahlung lebenslang und wann kann ich diese Leistung abrufen? Muss ich darauf Steuern zahlen?
2) Reichen meine Vermögensanlagen (Depot / Spareinlagen etc.) für die Versorgung im Alter aus? Wann wird das Kapital verbraucht sein? Was passiert, wenn das Kapital verbraucht ist?
3) Wie gehe ich sinnvoll mit dem Thema „Immobilie“ um? Ist meine Immobilie für die Eigennutzung gegebenenfalls zu groß? Lohnt sich eine Kapitalanlageimmobilie?
4) Wie sehen meine Nachfolge-, Versorgungs- und Erbregelungen aus?

Verstehen Sie diese Aufzählung als ersten Anhaltspunkt, denn in jedem einzelnen Fall kommen weitere Fragen hinzu, die es dann individuell zu beantworten gilt.

Fortsetzung folgt

Was Sie bereits erahnen können: Die Ruhestandsplanung ist komplex. Umso wichtiger ist es daher einen professionellen und kompetenten Berater an der Seite zu haben. Ich selbst bin seit über 30 Jahren in der Finanzbrache tätig – davon 15 Jahre in einer Großbank und nun seit mehr als 20 Jahren in der Finanzberatung. Wie bereits beschrieben ist mir selbst erst vor sechs Jahren die Tragweite und Wichtigkeit der Ruhestandsplanung bewusst geworden. Übrigens – vor sechs Jahren hat noch keiner wirklich intensiv über Ruhestandsplanungen nachgedacht, weder die Betroffenen noch die Berater der Finanzbranche. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtiger denn je, den Überblick zu behalten.

In meinem nächsten Blogbeitrag möchte ich näher auf oben genannte Fragen eingehen. Gerne habe ich meine persönlichen Problemstellungen an Sie weitergegeben, so dass Sie sich dem Thema „Ruhestandsplanung“ annähern und Ihr persönliches Projektmanagement prüfen können. Verfolgen Sie meinen Blog gerne weiter – oder-, wenn Sie jetzt schon die Notwendigkeit erkennen, Ihr „Ruhestands-Projektmanagement“ zu starten, melden Sie sich gerne bei mir. Gemeinsam können wir eine weitere Vorgehensweise festlegen.

Ihr

Rainer Weber

 

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