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Alle wollen raus aus der PKV – aber warum, weiß keiner!?

Wieder einmal war das Geschrei groß, als einige der privaten Krankenkassen eine Erhöhung Ihrer Beiträge zum neuen Jahr ankündigten, und wieder einmal blieb am Ende nur eines zurück – Verwirrung für den Verbraucher.

Eine weitere Folge dieses medial inszenierten Schreckgespenst, ist die scheinbar blinde Wechselwut, da viele privat Krankenversicherte nun als einzigen Ausweg die Flucht zurück in den vermeintlich sicheren Schoß der gesetzlichen Krankenkassen sehen. Zunächst sollte man sich aber einmal die Gründe anschauen, die zu einer Erhöhung  der Beiträge führen können. Hier wird schnell klar, dass es sich dabei nicht um bloße Willkür der Versicherer handelt.

So ist auch in diesem Zusammenhang allem voran der vielbeschriebene demografische Wandel anzuführen – durch die damit einhergehende höhere Lebenserwartung sind die privaten Krankenkassen gezwungen mehr finanzielle Mittel für die Altersrückstellung aufzubringen. Während die gesetzliche Krankenversicherung schlicht mit dem Kürzen von Leistungen auf dieses Phänomen reagiert, haben privat Versicherte vertragsgemäß immer Anspruch auf die volle Leistung!

Ein weiterer Punkt, welcher gerne übersehen wird ist, dass die GKV einen Leistungskatalog für alle Versicherten vorgibt, während sich der Beitrag strikt am Einkommen des Versicherten bemisst, ohne dass dieser darauf Einfluss nehmen kann!

Bei der privaten Krankenversicherung hingegen hat man weit mehr Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich der Beiträge. So hat man die Möglichkeit die einzelnen Bausteine des Leistungskatalogs selbst zu wählen und entsprechend zu gewichten. Braucht man zum Bsp. im Falle eines Krankenhausaufenthalts wirklich eine Chefarztbehandlung und ei n 2-Bett-Zimmer? Wobei dies ist nur ein Beispiel von vielen ist, wie Sie Ihre Private Krankenversicherung auf Ihre individuellen Bedürfnisse zuschneiden können – und Ihren Beitrag gleich mit!

Wir von Hoesch & Partner haben eigens hierfür einen PKV-Optimierungsservice eingerichtet, der Ihnen gerne hilft Ihre eine maßgeschneiderte Lösung für Ihre Private Krankenversicherung zu finden, und Ihnen somit Ihren Platz in der 1. Klasse zu sichern!

Und für alle, die noch nicht Patient 1. Klasse sind – gerade jetzt lohnt sich ein Wechsel in die Private Krankenversicherung, denn am 21.12.2012 kommen die Unisex-Tarife! Lesen Sie hierzu auch unseren Blog-Beitrag vom 19.12.2011!

Beitragsanpassungen bei Billigtarifen der Privaten Krankenversicherung

Im Markt der privaten Krankenversicherung ist richtig Bewegung. Die Spitze des Eisberges ist die Central Krankenversicherung, die Ihre sogenannten Einsteigertarife zwischen 20 und in der Spitze angeblich bis zu 70% erhöht. Das löst am Markt ein kleines Erdbeben aus, mit sagen wir mal Stärke 4,7 auf der nach oben offenen Ombudsmannskala. Aber die Central ist nicht allein, bereits im Sommer hat Die DKV bekannt gegeben, dass die sogenannten Einsteigertarife zum 1.1.2012 geschlossen werden. Wer sonst noch mit kräftigen Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung aufwartet, zeigt nachstehende Tabelle.

Gesellschaft Tarif Selbstbehalt Prozentuale Erhöhung Musterkunde: Mann, 32 Jahre Prozentuale Erhöhung Musterkunde: Frau, 32 Jahre
Axa* Vision Start 400 Euro 20% 15%
Bayerische Beamtenkrankenkasse / UKV CompactPRIVAT-Start 900 A 900 Euro 17%
Central V323S2 650 Euro 23% 20%
Deutscher Ring Classic + 0 Euro 12%
DKV K2B 520 Euro 19%
Gothaer MediVita 250 + Z70 250 Euro 13%
LKH G 900 Euro 20%
Nürnberger TOP 306 Euro 13%
R+V AGIL classic 1.920 Euro 19%
Universa intro/Privat 300 300 Euro 11%

Quelle: Franke & Bornberg GmbH
Neugeschäftsbeiträge zum 01.01.2012, Stand 11/2011; Tarife und Geschlechter mit Veränderung zu 2011 größer als 10%; Kein Anspruch auf Vollständigkeit. * Beiträge noch nicht endgültig bestätigt.

Aber was ist eigentlich ein Einsteiger- oder Billigtarif? Die unabhängige Ratingagentur Franke & Bornberg liefert folgende Definition: „Viele Einsteigertarife der PKV sind deshalb so günstig, weil sie nur ein abgespecktes Leistungsspektrum haben. Einige der dort versicherten Leistungen liegen häufig sogar unterhalb  dessen, was in der GKV übernommen wird. … Im Kampf um die besten Plätze in den Preisvergleichen, werden nicht nur Leistungen reduziert, oft ist auch die Kalkulation knapp oder sogar zu knapp. Daher gibt es für die Anbieter in diesen Tarifen auch keinen Spielraum, Leistungen aus Kulanz zu erstatten.“

Zugespitzt könnte man diese Vorgehensweise auch mit Gier frisst Hirn beschreiben, da es von Anfang an Unterfangen war, das rein auf Marktanteilsgewinne ausgerichtet war. In gewisser Weise bekommen Gesellschaften wie die Central nun die Quittung, denn wessen Gesundheitszustand es zulässt sich, der wird einen Wechsel prüfen. Die eigentlichen Leidtragenden sind aber die Versicherten, die bei er Central bleiben müssen, weil Ihr Gesundheitszustand einen Wechsel nicht mehr erlaubt und die Branche als Ganzes, da wir nach Provisionsexzessen und Incentivereisen weiter munter an dem Ast sägen auf dem wir sitzen.

Fast hätte ich etwas Wichtiges vergessen: wer bei der Central oder einem anderen der Wir-erhöhen-die-Billigtarif-Anbieter ist, der kann sich gerne an Hoesch & Partner wenden. Wir prüfen gerne den Vertrag auf Optimierungsmöglichkeiten.

Krankenversicherung: Problem Patient, denn sie tun nicht, was sie wissen.

Es wird oft über die Verschwendung innerhalb des Systems lamentiert und dass die Patienten deswegen überhöhte Beiträge zahlen müssten. Das ist sicherlich richtig, aber für zehn Milliarden Verschwendung sind die Versicherten nach einer Studie der Deutschen Schlaganfall Stiftung ganz allein verantwortlich: die Hälfte der Patienten in Industriestaaten hört nicht auf die Anordnungen des Arztes. medikamente werden nicht regelmäßig eingenommen und landen im Papierkorb, verordnete Hilfsmittel stehen ungenutzt in der Ecke.

Das ist angesichts der Kostenentwicklung in Deutschland und aus einer globalen Perspektive betrachtet – hier ist das deutsche Krankenversicherungs-System bei allen Schwächen immer noch eines der besten – eine echte Tragödie. Unsere Ressourcen werden knapper und wir gehen extrem verschwenderisch damit um.

Daher liegt mir ein Appell auf den Lippen:

  1. Kümmern Sie sich um eine private Krankenversicherung oder eine Krankenzusatzversicherung, damit Sie die besten Medikamente und Hilfsmittel bekommen
  2. Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil: Bewegung, Ernährung und die Anweisungen des Arztes

Denn der beste Doktor nützt nichts, wenn man nicht auf ihn hört – banal, aber wahr!