
Kennen Sie Günter Geiermann? Nein?! Ich bin mir sicher Sie haben ihn schon einmal gesehen, denn als eines der berühmtesten Werbegesichter Deutschlands war der vertrauensvoll wirkende Herr rund 18 Jahre lang in sämtlichen Spots im Fernsehen anzuschauen. Besser bekannt unter dem Namen „(Hallo) Herr Kaiser“.
Richtig! Es handelt sich dabei um die Werbespots der Hamburg-Mannheimer, die „Herrn Kaiser“ nutzten um im Dialog mit dem Zuschauer aktuelle Versicherungs- und Vorsorgethemen zu erklären. „Herr Kaiser“ (gespielt von Günter Geiermann) galt zwischen 1972 und 1990 als die Personifizierung sämtlicher Versicherungsinhalte. Dass diese Werbespots Günter Geiermanns Gesicht, wie er selbst sagt „verbrannten“, war die logische Schlussfolgerung. Geiermann wurde im Volk ganz einfach zu „Herrn Kaiser – der Versicherungsvertreter meines Vertrauens“. Für weitere Rollen war der Schauspieler somit unbrauchbar.
Wieso sollte er aber auch andere Rollen annehmen müssen? 30.000 D-Mark verdiente Günter Geiermann letztlich pro Monat. Bei einer Rolle, die er 18 Jahre, also 216 Monate lang spielte, wären das heute über 3 Millionen Euro!
Hätte er als „das Versicherungsgesicht Deutschlands“ 10% in die Altersversorgung gesteckt, würde er HEUTE 2.500 Euro im Monat erhalten. Plus einer Rente von 700 Euro, könnte er dann von 3.200 Euro im Monat gut leben. Wäre also auch eigentlich nie Bedarf für Herrn Geiermann gewesen sich in anderen Rollen zu versuchen.
Doch nicht alles lief glatt: „Herr Kaiser“ war wohl nicht ausreichend versichert! Er lebt heute im Alter von 73 Jahren nicht von jenen 3.200 Euro im Monat, sondern von gerade einmal 700 Euro Rente in einer 20 Quadratmeter Wohnung. So hätten wir das unserem „Herrn Kaiser“ aber nicht zugetraut!
„Wo ist das ganze Geld eigentlich hin?“, fragt man sich da. Nach eigenen Angaben habe er große Teile davon an Bekannte verschenkt und sich – so ironisch es klingen mag – nie ausreichend versichern lassen.
„Hallo Herr Kaiser… gerade von Ihnen hätten wir das nicht erwartet“.
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Vor kurzem erst, sorgte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für ein Feuerwerk der unschönen Art, durch die Veröffentlichung einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, welche aufhorchen ließ, ob der Rentabilität der Riester-Rente.
„Geh’n Sie mit der Konjunktur…“, so heisst es in einem bekannten deutschen Schlager aus den 1950er Jahren. Das dachte sich wohl nun auch das Bundeskabinett, als es Mitte November (erstmals seit 2001) die Senkung des Beitragssatzes für die Rentenkasse, von derzeit 19,9 auf 19,6 Prozent für das kommende Jahr beschloss.
Am Montagabend diskutierten bei Maischberger wieder eine Gruppe gewohnter Talkshowgäste (Arnulf Baring, Gregor Gysi, Lothar Späth) über unser Geld und dessen Sicherheit. Ergänzt wurde die Runde um eine arme Rentnerin, die „mit 200 EUR im Monat auskommen muss“ und um den Rechentrainer und Finanzexperten Bernd W. Klöckner. Während sich die drei erstgenannten in den üblichen Rechts-links-Schemata, Angebots- vs. Nachfrage-Argumente angereichert um ein bisschen Klassenkämpfer Rhetorik verstrickten, wartete Klöckner mit einem interessanten Vorschlag auf: Generationengerechtigkeit innerhalb der Rentnergeneration. D.h. hohe Renten, wie die von Späth oder Baring werden nicht mehr erhöht oder sogar etwas gekürzt, da sie „mehr als genug“ haben. Dafür werden die Kleinst-Renten überproportional erhöht. Als Begründung führt Klöckner an, dass die junge und mittlere Generation schlicht keine finanziellen Möglichkeiten hat, der aktuellen Rentnergeneration zu helfen. Die Mittel die da sind müssten für die eigene Vorsorge investiert werden.
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